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Zur Fastenabstinenz am herzoglichen Hof in Landshut

Die Ochsen kamen aus Ungarn, und aus dem herzoglichen Kasten nur das beste Mehl für das Brot. Weißes Roggen- und Semmelbrot waren der Renner. Je feiner und weißer das Brot war, desto höherwertiger und teurer war es. Hatte es nun einmal nicht die erlesene Güte, so wurde das Brot im Keller zerschnitten und als Almosen den armen Spital-bewohnern gegeben. Übrig gebliebene Speisen wurden als Almosen verteilt. Damit wurde nicht nur das christliche Gebot der Nächstenlieb erfüllt, sondern auch der Tugend des Adels, der teils verschwenderischen Freigiebigkeit entsprochen.

Die vorösterliche Fastenzeit wurde an der herzoglichen Tafel in Landshut strikt eingehalten. Wein und Bier wurden in diesem Zeitraum weiterhin konsumiert, an Speisen vor allem Getreide und Fisch. Ergänzt wurde das Speisenangebot an der Fastentafel durch Süßwasserfisch, der sehr kostspielig war, vor allem Hecht und Lachs.

Ein reger kontinentaler Ochsenhandel, vor allem aus Ungarn ging über Landshut, wobei Nürnberg und Regensburg Zwischenstationen auf den Handelswegen waren. Der Handel mit ungarischem Vieh hatte sich besonders seit der Zeit um etwa 1400 ausgebreitet. Nicht von ungefähr bekam mancher Altweg den Namen „Ochsenstrasse“.

Der Zollner von Biburg (= Vilsbiburg) verlangte seinen Zoll im Jahr 1583 von den „Venediger Gütern“, dies waren Samt, Seide, Pfeffer, Zucker und Tuch, aber auch die Salzmaut mit fünf Roß bis auf ein Säumroß.

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