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Die Nagelung von Kriegswahrzeichen Nationalstiftung für die Hinterbliebenen, der im I. Weltkrieg Gefallenen

In der Eingangshalle der Pfarrkirche Seyboldsdorf (Stadt Vilsbiburg) befindet sich über der Türe eine große Eichentafel mit hunderten von eingeschlagenen Nägeln. Die Not im Ersten Weltkrieg wurde immer schlimmer. Um Herz und Geldbeutel zu öffnen und das Elend zu lindern, erfand man die Kriegsnagelung. Für den Einschlag eines jeden Nagels musste ein kleiner Betrag gegeben werden.

- In einer Entschließung vom 1. September 1915 macht der bayerische Staatsminister des Inneren Dr. Freiherr von Soden-Fraunhofen die bayerischen Behörden auf diese Hinterbliebenen-Sammlung aufmerksam. Es ergeht ein Erlaß an die Bezirksämter und Gemeindebehörden. Hierzu wird empfohlen, Gedenksäulen mit dem Wappenschild des Ortes aufzustellen, oder ein „Eisernes Kreuz“; eine Türe der Kirche oder des Gemeindehauses, welche als „eiserne Türe“ an das Kriegjahr 1915 erinnern soll. Der Staatsminister hat in der Entschließung den Weg angewiesen, wie in der Nagelung der Kriegswahrzeichen, der Sammel- und Fürsorgezweck mit volkstümlicher guter Kunst vereinigt werden kann.

- „So mag da und dort eine Gedenksäule mit dem Wappenschilde des Ortes aufgerichtet oder an geeigneter Stelle ein Eisernes Kreuz genagelt werden“. Die Idee kam von Österreich-Ungarn und wird nun auch in Deutschland aufgegriffen mit der Aufforderung an die Bevölkerung, solche „ehernen Wahrzeichen“ herzustellen um der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen möglichst viele Mittel zuzuführen – schreib der Staatsminister des Inneren.

In einer patriotischen Festlichkeit am Sonntag den 20. Februar 1916 um 15 Uhr wurde in Seyboldsdorf mit der Nagelung begonnen. „Die patriotische Stimmung fand klingenden Ausdruck durch freudiges singen unserer bekanntesten Vaterlandslieder. Zur Nagelung wurden ca. 1.500 Nägel - eiserne und goldfarbige - bereitgestellt“, berichtet der Vilsbiburger Anzeiger.

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